Eine kurze Geschichte über eine Reisepartnerschaft von Herr und Hund …

Reisen mit „Humboldt“

Alleinreisender mit Anhang, so könnte man die Konstellation bezeichnen, in der ich derzeit mit dem Reisemobil unterwegs bin: Herr mit Hund. Wir sind ein eher ungewöhnliches Reisegespann. Die meisten anderen, denen wir auf unseren Touren begegnen, bevorzugen andere Reisekonstellationen. Alleinreisende sind höchst selten, man reist paarweise, und unter den Reisepaaren sind es vor allem die Älteren, die von ihren großen oder von ganz kleinen, noch jungen oder schon alten, ruhigen oder hektischen Hunden begleitet werden. Jene Paare in fortgeschrittenem Alter treffen wir vornehmlich auf Campingplätzen, wo sie ihre Reisemobile für einen längeren Aufenthalt eingeparkt und eingerichtet haben. Dort haben ihre Hunde das Terrain bereits erkundet, das Revier um das Gefährt herum ist abgesteckt, das Fressen steht zur üblichen Zeit bereit, sie kennen ihre Auslaufstrecken ins Freie jenseits der Umzäunungen. Es ist nicht zu übersehen: Beide, die älteren Camper ebenso wie ihre Hunde, haben wieder in ihre alltäglichen Routinen zurückgefunden, sie haben sie einfach verlegt – von zu Hause auf irgendeinen Campingplatz, und je nach Temperatur und Temperament ist vor allem Ruhen vor, unter oder im Wohnmobil angesagt oder ständiges Herumwuseln auf der Suche nach irgendetwas, das sich anscheinend nirgendwo finden lässt.

Weiterlesen „Reisen mit Humboldt“

 


 

Und noch eine Geschichte übers Alleinreisen und alternative Reisefiguren  …

Übers Alleinreisen

Als Alleinreisender mit Hund bin ich ein Sonderling. Nicht wegen des Hundes: Auf den Campingplätzen trifft „Humboldt“ auch viele andere Artgenossen, große und („reisepraktisch“) ganz kleine, helle und dunkle, junge und alte, ruhige und hektische, Mischlinge und Reinrassige. Vielmehr deshalb, weil ich ohne Reisepartnerin unterwegs bin, was sehr ungewöhnlich ist, zumindest für mobil Reisende. Gleichgültig, ob die Camps in der Ferienzeit dicht gefüllt oder außerhalb der Hochsaison nur schwach belegt sind, man ist üblicherweise als Tandem, als Klein- oder Großfamilie oder in Gruppen unterwegs: Die jungen Pärchen machen sich zu Fuß, per Rad oder motorisiert auf den Weg, um auch ihre Ferien- oder Urlaubszeit in trauter Zweisamkeit zu verbringen, selbstgenügsam im schnuckeligen kleinen Zelt. Die jungen Familien haben ihren kleinen oder schon größeren Kindern ein Campingabenteuer versprochen und müssen nun einiges daransetzen, um ihr Versprechen einzulösen. Die (oft kinderlosen) jungen Frauen und Männer campieren in der Gruppe, um gemeinsam irgendwelchen Outdoor-Aktivitäten nachzugehen. Mittelalterliche Männertrupps sind auf Bikertouren on the road, um sich mit dem Fahrtwind um die Ohren und mit dem Gefühl von Freiheit und Abenteuer ihre „wilde“ Jugendzeit wieder einzuholen. Die vielen älteren Ehepaare „schippern“, wenn schon nicht mit dem Boot auf See, wenigstens mit ihren Wohnwagen oder Reisemobilen in die Ferne, um dort ihren gewohnten Alltagsbeschäftigungen nachzugehen und entspannte Gemütlichkeit und Geselligkeit zu pflegen, ohne Kinder, ohne Zeitdruck und in einer „schönen“ Umgebung.

Weiterlesen „Übers Alleinreisen“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *