Reisen mit „Humboldt“
Reisen – Kultur – Sport

Reisen mit „Humboldt“ – ein etwas ungewöhnliches Etikett für Reiseberichte. Aber es trifft die besondere Reisekonstellation, in der sich der Autor auf den Weg gemacht hat, um die Kulturlandschaften in Europa zu erkunden: als „Alleinreisender mit Anhang“, unterwegs mit einem offroad-tauglichen Reisemobil.

Ungewöhnlich das Alleinreisen in einer „Gesellschaft auf Reisen“, die aber vornehmlich paarweise und in Gruppen durch die Welt zieht, in der Alleinreisende also eher Sonderlinge abgeben. Und doch – das Alleinreisen öffnet Perspektiven und Erfahrungen, die anderen oft verschlossen bleiben. Denn man kann seinen ganz persönlichen Neigungen und Interessen nachreisen und dabei jene überraschenden Entdeckungen machen, die sich nur demjenigen offenbaren, der sich ihnen in ungestörter Konzentration widmen kann.

Merkwürdig auch der Name des Hundes, der als Reisebegleiter meist mit dabei ist: „Humboldt“, ein Rhodesian Ridgeback aus gutem Hause, ebenso anhänglich wie cool und eigensinnig. Mit seinem „großen“ Namen muss er nun leben. Seine Entdeckungsfreude bringt er auf seine eigene Art zum Ausdruck, nicht an der Weite von Landschaften interessiert, sondern auf die Nahwelt konzentriert. Nicht selten nimmt er dadurch auf subtile Weise Einfluss auf den Reiseverlauf.

Für ein etwas anderes Reisen taugt schließlich das Reisemobil: „für alle Fälle“ ausgestattet mit den erforderlichen alltagspraktischen, hygienischen und medialen Bequemlichkeiten, handlich in den Ausmaßen, allradgetrieben und geländegängig, geeignet auch für Erkundungen auf abseitigen Wegen. Das macht unabhängig und ermöglicht, dorthin vorzudringen, wo man anders nur selten hingelangt.

In dieser Reisekonstellation ziehen Herr und Hund also los. Kreuz und quer durch Europa und immer wieder auf den Balkan. Nicht entlang der großen Touristenströme, sondern meist auf abseitigen Wegen. Dort lässt sich – selbst im schon längst „vermessenen“ Europa – noch immer Neues erkunden und Fremdartiges entdecken, wenn sich der Reisende, aufgeschlossen und aufmerksam, verweilend und beobachtend, auf die verschiedenartigen Kulturlandschaften einlässt.

Von solchen Beobachtungen, Erlebnissen und Abenteuern berichtet der Autor in seinen „Reisejournalen“: Reisen als Anlass, über das Reisen nachzudenken.